Arena Open Air Sommer: TrierPop-Festival // 24.07.2021

mit Graustufe West, Schatzi und straws

Sa., 24.07.2021

BEGINN: 19:00 Uhr

Das TrierPop-Festival ist ein 1-Tages-Festival im Rahmen des Arena Open Air Sommers und präsentiert drei Bands aus Trier mit großem Potential. Mit dabei:

Graufstufe West

Im Frühjahr 2021 erschien mit "Kult" die komplette Single-Trilogie der deutschen Synth-Pop Band Graustufe West. Der Song ist die dritte Auskopplung aus der Zusammenarbeit mit Dennis Borger (Popakademie Baden-Württemberg, FIBEL), der die Band im Rahmen der "pop rlp masterclass" als Produzent und Mentor begleitete. Der Titelsong "Kult" ist nach "Marie, Marie" und "Mund zu Mund" der letzte Teil der Trilogie, die in den Unison Studios in Luxemburg produzierte wurde.Graustufe West ist eine deutsche Synth-Pop und New Wave Band, die 2017 in Trier gegründet wurde. Wer ihr zuhört, trifft zwangsläufig auf unbequeme Texte, die in kantiger, aber eingängiger Manier vorgetragen werden. Die Band hinterlässt ihre Zuhörer mit einem Gefühl des Zwiespalts zwischen Popmusik und düsterer Atmosphäre. Man fühlt sich zurückversetzt in die dunklen Clubs der 80er Jahre -in jene Zeit, aus der die vier Musiker merklich ihre größte Inspiration gewinnen. Dabei entsteht ein stimmig vorgetragenes Klangbild, das auch ästhetisch konsequent auf die Bühne gebracht wird. Graustufe West gewannen im Jahr 2018 den "Rockbuster-Bandcontest" und waren 2019 Mitglied der "pop rlp masterclass", einem Förderprogramm für Nachwuchsmusiker aus Rheinland-Pfalz.

Schatzi

Eine Sache gleich zu Beginn: Es ist natürlich ein fundamentaler Unterschied, ob jemand langweilig oder gelangweilt ist. Aus unerfindlichen Gründen gilt es heute ja als besondere Tugend, wenn Künstler:innen möglichst bodenständig, nahbar und authentisch auftreten, was im Ergebnis meistens leider, genau: schrecklich langweilig ist. Was sollen denn bitte ausgerechnet Pop-Stars auf dem Teppich? 

Insofern wird es wirklich höchste Zeit für eine aufregende neue Band wie Schatzi, die alles andere als langweilig, aber dafür im allerschönsten Sinne professionell gelangweilt sind. 

Auf ihrer ersten, im Oktober erscheinenden EP »Animalia Parc« zelebrieren Schatzi jedenfalls mit maximalem Gestaltungswillen ein hochästhetisiertes Rebirth of the Cool der verführerischen Art. Der kokainunterkühlte Industrial-Minimalismus von „Porsche“, der Bonnie-&-Clyde-Romantizismus »Glock«, die elektronischen Schlieren und die Trap-Bezüge von »Vroom«, die morbide Falco-Ästhetik bei gleichzeitigem Hit-Potenzial von »Rita«: Der Dark-Pop-Noir von Schatzi verzichtet auf überflüssige Ausschmückungen, alles ist auf den Punkt, mitten ins Herz, direkt zwischen die Augen.  

Unwiderstehliche Beats, Elektronika, akzentuierte Yacht-Rock-Gitarren, New Wave und maximaler Pop-Approach fließen bei Schatzi auf eine derart homogene Weise zusammen, wie man das in dieser Form noch nicht gehört hat. Hinzu kommt ein ausgeprägter Gestaltungswille, der sich auch auf die Schatzi-Definition des klassischen Band-Begriffs überträgt. Der altmodischen, romantisch verklärten Idee von der Rockband als männerbündlerischer Freundschaftbund können sie nicht viel abgewinnen. Schatzi interessieren sich nicht für Egos, Authentizität, die Ausstellung von Virtuosentum und den ganzen Quatsch.

Insofern war es auch eher ein Scherz, als die Brüder Jeremias und Yannic Koch vor ungefähr zwei Jahren mit ihrem Freund Julian Schatz gemeinsam bei einem Bandcontest antraten. »Deren Erwartungen wollten wir persiflieren, indem wir mit einer Fullplayback-Show angetreten sind«, sagt Jeremias Koch. Das Konzept ist aufgegangen. Schatzi kamen damals sogar in die Endauswahl, aber im Grunde spielt das keine Rolle, denn: Aus dem Scherz wurde eher aus Versehen die vielleicht interessanteste neue Gruppe der vergangenen Jahre. 

Alle drei Schatzi-Musiker hatten zuvor ausgiebig Erfahrungen in den unterschiedlichsten Konstellationen und Projekten gesammelt, trotzdem sind Jeremias, Julian und Yannic erst um die 20 Jahre alt. Im Grunde haben sie damals drei Homerecording-Projekte zusammengeworfen. Und so wurde also aus drei Bedroom-Producern eine Band, die eigentlich keine sein wollte – und vielleicht genau deshalb so gut ist. 

Mit größenwahnsinnigem Hochdruck haben sie sich nach jenem Bandcontest in die Sache gestürzt. Jeremias produziert, Julian singt und textet, Yannic spielt alle möglichen Instrumente, aber eigentlich macht hier jeder alles, es gibt keine klar definierten Rollen. 

Was Julian, Jeremias und Yannic auf »Animalia Parc« machen, ist ganz und gar einzigartig und hochmysteriös. Sie sind ziemlich alleine da draußen, werden das aber vermutlich nicht lange bleiben. Hier kommen Schatzi, hier kommt die neue Pop-Avantgarde.

Sie könnten die Rockmusik revolutionieren – und unsere Idee vom Konzept der Band. 

straws

Am Start sind Musiker, die auch an Trierer Bands wie The Shanes, Kramsky, vandermeer, My First Robot oder Anderland beteiligt sind oder waren. straws liefern emotionalen Indierock, den es soundmäßig auch mal Richtung Postrock und Wave treibt. straws sind: Herr Dannehl (Bass), Flo Stiefel (Gitarre), Stefan Feichtner (Drums), Jimmy Feichtner (Gesang/Gitarre). Premiere feierten sie beim Tefftival im Dezember 2018 in der Trierer Tufa. Nach langer coronabedingter Pause freuen sich die Vier auf den Re-Start - am 24. Juli spielt straws erstmals nach eineinhalb Jahren wieder in Trier. Das Debütalbum soll Ende 2021 erscheinen.

Tickets für das TrierPop-Festival gibt es bei unserem Ticketpartner Ticketmaster 

HIER

Einlass: 18:00 Uhr

Beginn: 19:00 Uhr

Running Order folgt. 

Veranstalter: Popp Concerts/MVG Trier

Gefördert durch: 

 

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